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  • AutorenbildAnne-Kathrin Schmieg

Achtsamkeit im Alltag

Aktualisiert: 23. Aug. 2023

Achtsamkeit im Alltag beginnt bereits bei deinen Gedanken. Deine Gedanken bewusst wahrzunehmen und zu erkennen, was sich daraus im jeweiligen Moment entwickelt, bringt viele „Aha-Erlebnisse". Wie dir eine innere Stopp-Taste gerade im Zusammenleben mit einem pflegebedürftigen Kind helfen kann und was tägliches Üben möglich macht - all das erfährst du hier in meinem Blog.


WUNDER.KIND lacht

Hier geht es zum Blogcast (Blog als Podcast)




Achtsamkeit

Was ist für dich Achtsamkeit im Alltag?


Ist es, wenn du mitbekommst, wenn Gefahren für dein Kind lauern oder wenn der Kochtopf am Überkochen ist?


Oder ist Achtsamkeit für dich, wenn du achtsam bist, was dein Denken, dein Fühlen und dein Handeln betrifft? Wenn du wirklich JETZT im Moment lebst?


Für mich beginnt Achtsamkeit zunächst bei mir selbst. Welche Gedanken denke ich? Welche Gefühle entstehen durch meine Gedanken? Habe ich „gute“ Laune oder bin ich ständig genervt?


Wie gestaltet sich (durch mein Denken und Fühlen) mein Handeln? Bin ich unachtsam, weil ich genervt und gestresst durch den Alltag hetze? Weil (un-)bewusst die „Stressnummer“ läuft, alles ist zu viel, zu wenig Zeit und überhaupt...?


Und prompt bin ich in diesen Energien und das Hamsterrad läuft und läuft und ich bin immer weniger bei mir selbst, kriege kaum noch mit, was ich für Bedürfnisse habe und der Tag verläuft so dahin. Und abends: pure Müdigkeit!


Kennst du so einen Alltag? Besonders mit einem WUNDER.KIND und vielleicht auch mit weiteren Geschwisterkindern ist so ein Tag oft Alltag. Alles scheint zu viel!


Stop

Stopp

Weißt du was ich dann mache? Ich drücke innerlich die „Stopp-Taste“ und halte an. Ich halte an und nehme mir eine Pause, egal wie stressig es im Alltag ist. Und wenn es an der roten Ampel im Auto ist.


Mit der Zeit kriegt man Übung darin ;-) Ich sage „Stopp“, atme tief und fühle in mich hinein was jetzt gerade los ist. Was passiert da gerade in mir? Warum ist mir alles zu viel? Warum

gelingt es mir heute nicht auf mich zu achten und achtsam mit mir und der Um-Welt zu sein?


Meine Erfahrungen

Bei mir sind es meist unterschiedliche Ursachen:

  1. Ich werde von einem alten Thema getriggert, also ich gehe mit einem Thema aus einer früheren Erfahrung (hier z.B. „alles ist zu viel“) unbewusst in Resonanz und reagiere darauf mit genervt sein.

  2. Meine Bedürfnisse (z.B. Schlaf, Hunger, Ruhe etc.) sind nicht gestillt.

  3. Ich denke den ganzen Tag Gedanken, die negativ sind.

  4. Der Tag ist einfach zu voll mit Terminen.

  5. Die Kinder sind heute sehr müde oder sind kränklich.

  6. Die Kinder sind in einer besonderen Phase, wie beispielsweise der Autonomiephase, wo alles langsamer läuft.

  7. Oder, oder, oder.

Du kennst das sicherlich!


Und dann: Dann mache ich genau das, was JETZT dran ist. Ich fokussiere mich ganz bewusst auf JETZT, nicht auf später, auf Termine etc. sondern auf das JETZT. Dann fühle ich hinein und wähle, was JETZT wertvoll für die Kinder und für mich ist.


Das kann dann sein, dass ich mir entweder den Raum und die Zeit schenke, mich um mein Trigger-Thema zu kümmern (dazu mehr in einem weiteren Blogartikel). Oder ich fokussiere wieder bewusst meine Bedürfnisse und stille die, die gerade möglich sind, z.B. etwas zu essen. Oder ich stoppe meine Gedanken-Spirale, damit mein Kopf aufhört hinderliche Gedanken zu denken. Oder ich schaue beispielsweise in den Kalender und überprüfe, was heute wirklich noch sein „darf“. Ja DARF nicht muss.


Ich ent-stresse meinen Tag, um wieder mehr in die Achtsamkeit zu kommen und auch mehr bei mir zu sein.


Funktionieren

Es hilft meinen Kindern nicht, wenn Mama nur funktioniert. Dieses Funktionieren hat nichts mit Lebensfreude, mit Fließen oder gar Achtsamkeit zu tun. Es ist wie eine Maschine, die einfach tut, was dran ist.


Das kann an manchen Tagen not-wendig sein, weil es die „Not“ erfordert, weil ein wichtiger Arzttermin in einer Klinik mit dem WUNDER.KIND ansteht und alles dafür Notwendige zu tun ist. Aber solche Termine sind die Ausnahme, sie finden nicht jeden Tag statt und deshalb heißt es an den anderen Tagen Prioritäten fühlen und setzen, für mich und mein WUNDER.KIND und letztlich für die ganze Familie.


Entscheidung

Nach meinen Erfahrungen waren das die besten „Entscheidungen“ des Tages, also z.B. Termine abzusagen oder Dinge zu verschieben, weil es Raum schafft für die Bedürfnisse von einem selbst oder gar der (WUNDER.) Kinder. Es ist das eigene Erlauben, wählen zu dürfen. Es geht nicht mehr darum, sich aus dem Kopf heraus zu ent-scheiden (gegen oder für etwas), sondern in der Energie der Wahl zu sein. Und genau das bin ich dann.


Wahl

Beim Wählen spüre ich hin, ich fühle, was jetzt stimmig ist und wähle.


Vielleicht fragst du dich jetzt, wie komme ich da hin, mich wieder spüren zu können? Ein erster Schritt ist, die Achtsamkeit Tag für Tag zu üben, also wieder bewusst im Alltag anzuwenden.


Werde dein eigener Beobachter und nehme war, wie du in Situationen denkst, wie du fühlst und dann handelst. So kannst du dir immer mehr bewusst werden, was da gerade passiert und was du ändern möchtest.


Achtsamkeit fängt bei mir an an

Achtsamkeit fängt bei mir selbst an und geht vom Denken, über das Fühlen, über die Sprache nach außen bis hin zu dem, was ich tue. Es geht darum eine Achtsamkeit für sich selbst (wieder) zu entfalten, die alles im Alltag einschließt. Dazu bedarf es Übung und wir dürfen uns immer wieder mit der inneren „Stopp-Taste“ zurück holen, wenn wir mal wieder aus der Achtsamkeit ausgestiegen sind.


Wir müssen uns dann auch nicht rügen oder gar dafür verurteilen. Einfach urteilsfrei Stopp sagen und neu wählen. Ich wähle dann neu, wieder achtsam mit mir und meiner Umwelt zu sein.


Mein WUNDER.KIND und die feinen Antennen

Und weißt du was, mein WUNDER.KIND (mein Kind mit Pflegebedarf) spürt das sofort! Nach meinen Erfahrungen sind WUNDER.KINDER sehr spürig und sensibel. Mein WUNDER.KIND reagiert sofort auf jegliche Stimmungen. Das ist manchmal sehr herausfordernd.


Doch durch die Achtsamkeit im Alltag habe ich gelernt, mein WUNDER.KIND genau zu beobachten und zu spüren, was gerade los ist. Sind Stress oder Unruhe oder gar Streitenergien in der Luft, ist mein WUNDER.KIND sofort unruhig, nervös und zeigt mir eindeutig, dass da was nicht passt.


Diese feinen „Antennen“ meines WUNDER.KINDES haben mich sensibilisiert, genau hinzuschauen und zu beobachten - zumal mein Kind (noch) nicht sprechen kann. Mein WUNDER.KIND hat mich gelehrt, achtsam zu werden für jegliche Energien, die Disharmonie in sich tragen.


Jetzt kannst du natürlich sagen, ja das klingt schön, aber: ich muss arbeiten gehen..., wir haben eben wichtige Termine und und und. Nein! Für mich gibt es kein „muss“. Ich habe immer die Wahl für dies oder jenes.


Und ja, manchmal ist das anstrengend, unbequem und herausfordernd etwas anders zu machen, als die anderen. Aus meinen Erfahrungen heraus kann ich sagen, es war für uns immer der richtige Weg an dem jeweiligen Tag.


Beispiel

Ein konkretes Beispiel von mir: Mein WUNDER.KIND hat nichts davon, halb auskuriert nach einer Erkältung in den Kindergarten zu gehen.


Ja, es ist anstrengender mein WUNDER.KIND noch zwei oder drei Tage länger zu Hause zu lassen, meine Arbeit zu verschieben und ihn die meiste Zeit alleine zu versorgen. Doch ich wähle für ihn, dass er nicht durch die Reize im Kindergarten noch gestresster wird, da er bei Krankheit mit starker Reizempfindlichkeit reagiert. Sondern, ich ermögliche ihm ganz gesund zu werden, um dann wieder mit Freude in den Kindergarten gehen zu können.


Dafür braucht es meine Achtsamkeit. Zu erkennen, was mein WUNDER.KIND für Bedürfnisse hat, wie es heilt und was es zum Entwickeln braucht.


Ja, es braucht Rahmenbedingungen, wie z.B. Zeit, einen verständnisvollen Arbeitgeber etc. dafür. Doch meine Erfahrung zeigt, dass wir uns alle diese Rahmenbedingungen erschaffen können. Mehr dazu werde ich in weiteren Blogartikeln schreiben.


Mama mit WUNDER.KIND

Eigene Wahl

Es ist meine Wahl, ob ich weiterhin mit meinem WUNDER.KIND gestresst, genervt und überfordert lebe oder ob ich anfange, mich zu verändern.


Ich habe vor Jahren gewählt, mich zu verändern, mich zu wandeln, damit mir ein Leben mit Freude und in Leichtigkeit gelingt.


Ein wunderbare Methode ist, sich selbst zu beobachten. Diese Beobachtungen - urteilsfrei - schenken dir Erkenntnisse, was du denkst, was du fühlst und wie du handelst.


Gerade in stressigen Zeiten handeln wir oft automatisiert und bemerken gar nicht, was da in uns abläuft. Deshalb lade ich dich ein, anzufangen, dich selbst zu beobachten. Bitte bewerte dich nicht, kein dich schlecht machen, sondern lediglich dich beobachten.


Du wirst mit Sicherheit viel über dich erfahren. Wichtig ist, tue es nicht nur einmal, sondern bleibe dran und mache es täglich.


Werde dir bewusst, wie du denkst, fühlst und handelst. Schenke dir und deinem WUNDER.KIND die Achtsamkeit, dass sich was in eurem Leben verändert.


Danke für deine kostbare Zeit und für dein Interesse an meinem Blog.


Herzlich

deine Anne-Kathrin


 
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